Die Römer, die Franken, der Wein
Nachdem schon Julius Caesar den Weinbau am Rhein zum Wohle seiner Legionen gefördert hatte und Karl der Große der Weinwirtschaft zur Blüte verhalf, war der Ingelheimer Rotwein auch anderen Majestäten immer wieder ein Anliegen. Allerdings nicht in jedem Falle ein friedliches. 1689 zerstörte das Heer Ludwig des XIV. des Roi Soleil, die letzten Gebäude des Ingelheimer Palatiums und nicht genug damit, der Ingelheimer Rote verschwand gänzlich in deren Kehlen.
Die fränkischen Könige und Kaiser regierten ihr großes Reich von wechselnden Regierungsorten aus. Mit ihrem gesamten Hofstaat zogen Sie von Pfalz zu Pfalz, großen Hofgütern, die auf längere Aufenthalte eingestellt waren. In die Pfalz zu Ingelheim soll Karl der Große die Burgunderrebe gebracht haben und hier erließ er auch seine „Capitulare de villis“, die u.a. die richtige Wahl der Rebsorten, den Rebschnitt, die Weinlese und das Keltern festlegte.
Kleines Weinlexikon
Die Oechsle
Die Oechsle
Der Zuckergehalt von Traubenmost wird in Grad Oechsle angegeben. Er zeigt an, um wieviel Gramm ein Liter Most bei 20 Grad C schwerer ist als ein Liter Wasser. Je mehr Oechsle der Most hat, um so alkoholreicher wird der Wein.

